Das etwas ironische Alphabet
Verse, Wortspiele oder Zungenbrecher
von A wie Angelo bis Z wie Zita
Angela
Angela mi Angela
Bisch en Engel wett di ha
Ond i Himmel zäme ga
Ewig dich gar nie verlah!
Angelo, ach Angelo
Be ke Engel muesch mi loh
Drum zämebliebe Angelo
Miecht d’ Angela scho hie ned froh.
Bea mit GA und BH
Sie stiegt i Zug i, Tante Bea
Fahrt erschti Klass ganz ohni BH.
De Kondukteur:»Wo hend sie’s GA?»
«De heim» seit Tante, «samt em – BH.»
E Tag druf jetze mit em BH
Stiegt sie i mit samt em GA
De Kondukteur:» GA ond BH?»
«Wüestling Sie, ich zeig nor s’ GA!»
Carmen
Carmen aus Amden
Ass täglich viel Randen
Bis alle verschwanden
Die Carmen, die Randen und Amden
Dä hani
«De Dani, dä hani»,
Seit’s Fanny zum Hanni.
«Das isch gar ned funny»,
Seit’s Hanni, «de Dani dä hani scho lang.
GenErika
Ich weiss von einer Erika
Die schluckte stets Generika
Zog weg dann von Amerika
Irgendwo nach Afrika.
«Doch wer schon kennt Generika»,
sagt Erika, «in Afrika.»
Zurück geht’s nach Amerika
«Are you back, Generika?
Florian
De Sebastian git Baldrian
I sim Kolleg im Adrian
«Cha ned si», seit de Florian:
«Du heilige Sebastian.»
«Mit Baldrian
Schloft dä scho bald, de Adrian
Und wieder dänkt de Florian
Du heilige Sebastian.
Gondula
De Chef loht s’Gondelbänli a
Do wartet au scho Gondula:
«Chan ich grad i die Gondle ga?»
«Bi üs chönd all e Gondle ha.»
«De wetti», seit de Gondula,
«No eini für mi Georgio ha
Im Garte i de Gondola
wörde mir gärn Zvieri ha.»
Im Hugo si Hugo
Trinkt dieser Hugo
diesen Hugo
Trinkt diesen Hugo
dieser Hugo.
Josie
«Wird's Josie
Grosi
Vom Rosi?»
«S’cha scho si.»
Karisiere
Setsch di, Kari, mol frisiere
Und dich endlech nass rasiere
statt de ganz Tag konversiere
mit de Marie karisiere!
D’Marie wott e flotte Ma
Chasch sie unrasiert ned ha
Zom Frisör chasch ou grad ga
Velecht seit sie de doch no ja!
Lucky Luke
De Luki isch lucky
So lucky
Wie nor de Luki
Cha lucky si.
Max
De Max
Spielt Sax
Doch niemmer mags
Das Sax vom Max
Norbert
Engelbert und Norbert
Dagobert und Herbert
Bertram und Berthold
Worum ned eifach -
--- Bert?
Ottos Moto
De Otto gwönnt es Motto
A sim letschte Lotto.
Jetzt hed er es nöis Motto:
A jedem Lotto für de Otto es nöis Motto.
Peterson
«Peterson! Der Petersdom!»
«Den sah ich schon mit meinem Sohnl»
«Ach ja der Peter ist dein Sohn.
Nicht jeder Sohn hat einen Dom.»
Quasimodo
Notre-Dame mit DJ Bobo?
Wenn schon dann mit Quasimodo!
"Quasi logo"
Meint auch Bobo.
Rolf und Golf
Der Rolf , der spielt mit Herzblut Golf
Drum sieht er leider nicht den Wolf
Und schon frisst er den ganzen Rolf.
Nun ist’s vorbei, Rolf, mit dem Golf.
Doch mit dem Caddy kommt der Wolfgang
Schlitzt den Bauch auf im Alleingang
Befreit Rotkäppchen dann ist Rolf dran.
Füllt behend mit jedem Golfball
Des Wolfes Magen gleich zum Hauptgang.
de Schang im Tram
De Schang fahrt im Tram
Zum Bertram a Stamm
Doch wo isch das Tram mit em Schang?
- Im Bertram wird’s bang!
Doch im Schang sis Tram
Chont gar ned i Gang
Isch im Depot scho lang
Ke Stamm mit em Schang, wäge dem blöde Tram.
Tante Trudi
Tante Trudi lesmet
Chäppli, Pulli,
Händschli, Schlöttli.
S’chönnt jo chalt ha ihres Höndli.
Urs
Im verschneite Grindelwald
Pfifft de Wind, de Urs hed chalt.
Drum treit er wägem Wind im Wald
E Chappe für de Grend im Wald.
Veris
De Xaveri und wie immer ou de Veri
Singid «aveva gli occhi veri veri veri»
«Hed dä ned gli occhi neri neri neri?»
«Hesch rächt Xaveri, mir sind doch de Veri.»
Wilhelm
De Wilhelm us Elm
dä fahrt wie ne Schelm
Und das ohni Helm.
Vo Ulm bis uf Elm.
Doch kurz noch Ulm
No wit wäg vo Elm
Gheit er scho u(l)m.
Hät i bloss e Helm,
dänkt de Schelm us Elm ohni Helm!
Xaveri
De Xaveri und wie immer ou de Veri
Singid «aveva gli occhi veri veri veri»
«Hed dä ned gli occhi neri neri neri?»
«Hesch rächt Xaveri, mir sind doch de Veri.»
Yan
Üse liebi Yan
Fahrt hüt am Morge Kran
Süsch müesst er, s’isch e Wahn
A d’ Arbet mit de Bahn.
Zitta
Goht Zitta mit de Rita i Kita,
wott ou Brigitta
mit de Frieda
det hi gah.
Ein Adventskalender mit neuen Kürzestgeschichten, und aufmüpfigen Fragen / Weihnachten 2025
Möchtest du eine Rückmeldung geben? Eine Frage? Eine Feststellung? Eine kritische Bemerkung? Unter "Kontakte" ist dies möglich.
1. Dezember
"Auf der Flucht? Und warum ausgerechnet in den Himmel? Schweden oder die Schweiz wären doch naheliegender."
2. Dezember
Petra stand an der Himmelspforte. Würde sie sich noch an irgendetwas erinnern, jetzt, wo sie von Ewigkeit zu Ewigkeit lebte.
3. Dezember
Jetzt wird es ernst, dachte der Clown, als er das erste Mal die Bühne betrat.
4. Dezember
Wie viel Staub wirbelte Frau Müller in ihrem Leben auf, ohne dass es auch nur einmal jemand bemerkt hätte! Putzfrauenschicksal
5. Dezember
Angenommen, Gott muss einmal realisieren, dass die Menschheit nicht mehr an ihn glaubt. Würde er dann seine Tochter auf die Erde schicken?
6. Dezember
Ein Pilot fährt sein Flugzeug, ein Banker seine Bank gegen die Wand. Wer landet im Gefängnis, wer erhält einen Bonus?
7. Dezember
Man stelle sich die Welt vor, wenn Wilhelm Tell auf eine Kirsche geschossen und Eva Äpfel verabscheut hätte.
8. Dezember
"Warum weisst du all das?", fragte die Leseratte. "Bücherwurm", antwortete er.
9. Dezember
Wäre es sinnvoll, die Armutsgrenze militärisch zu überwachen? Wäre es gar zynisch, ein "fair trade" Label für die Kriegführenden einzufordern?
10. Dezember
Es wäre höchste Zeit abzuklären, in welchem Ausmass die Hölle für die Klimaerwärmung verantwortlich ist. Ob der Himmel mit den Koordinaten rausrückt?
11. Dezember
Julia sieht, wie vor ihrem Balkon ein Alfa Romeo über den Haufen fährt. Sie stürzt sich vom Balkon in die Arme ihres geliebten Romeo. Beide tot, doch wo ist Alfa?
12. Dezember
Leider gibt es keine biologisch abbaubaren Bananenrepubliken
13. Dezember
Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit (ref. Kirche Willisau) Haben Christen verlernt mit Wider-sprüchen zu leben?
14. Dezember
"Was kommt eigentlich am Ende der Welt?", fragte das Kind. "Die Ewigkeit." - "Und dann?"
15. Dezember
Was passiert einmal mit Gedanken, die (noch) nicht fertig
gedacht sind?
16. Dezember
Man beschloss die Produktion von Eintagesfliegen aufgrund des unverhältnismässigen Aufwandes einzustellen.
17. Dezember
Zwischen zwei Erden liegen Welten. Wieviele wohl?
18. Dezember
Die Warteschlange kam wieder einmal nicht vom Fleck."Man müsste ihr Beine machen!", meinte der Fahrer im roten Cabrio.
4
19. Dezember
Seitdem er einmal einer Schnecke beim Überquere n der Quartierstrasse zugeschaut hatte, behauptet er, Zeit sei relativ.
20. Dezember
"Mami!"
"Hör uf störme."
"Babi!"
"Hesch jo ghört, was' s'Mami gseit hed."
21. Dezember
Der Kluge fährt im Zuge. Und der Dumme?
22. Dezember
Ist ewiges Leben eine Frage der Religion oder der Medizin?
23. Dezember
"Ich will nicht in die Krippe!",protestierte das Mädchen. "Neben dem Jesuskind hat es keinen Platz und der Stroh pieckt."
24.Dezember
Was wäre, wenn sich morgen zur besten Sendezeit GOTT zu erkennen gäbe. Oder hat er es schon mal getan - ausgerechnet mit einem Kind?
Mary Poppins
Jugendchor Willisau, Juni 2017 , Willisau
Mary Poppins
Jugendchor Willisau, Juni 2017 , Willisau
Mary Poppins
Jugendchor Willisau, Juni 2017 , Willisau
Mary Poppins
Jugendchor Willisau, Juni 2017 , Willisau
Mary Poppins
Jugendchor Willisau, Juni 2017 , Willisau
Mary Poppins
Jugendchor Willisau, Juni 2017 , Willisau
Mary Poppins
Jugendchor Willisau, Juni 2017 , Willisau
Mary Poppins
Jugendchor Willisau, Juni 2017 , Willisau
Mary Poppins
Jugendchor Willisau, Juni 2017 , Willisau
Mary Poppins
Jugendchor Willisau, Juni 2017 , Willisau
Mary Poppins
CATS
Jugendchor Willisau, Juni 2018 , Willisau
Katzen, wohin man schaut
CATS
Jugendchor Willisau, Juni 2018 , Willisau
Katzen, wohin man schaut
CATS
CATS
CATS
CATS
CATS
CATS
CATS
CATS
CATS
CATS
CATS
CATS
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CATS
CATS
CATS
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CATS
CATS
CATS
CATS
CATS
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CATS
CATS
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CATS
CATS
Unscheinbares am Strassenrand / Juni 23
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
"Würmer!"
"Warte doch auf uns!"
Sonnenschirm versus Regenschirm /Herbst 23
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Fotos: Urs Mahnig
Unscheinbares Frühlingserwachen /März 23
Das Nichts zwingt zur Schöpfung (Günter Eich)
Fotos: Urs Mahnig
Das Nichts zwingt zur Schöpfung (Günter Eich)
Und jedem Anfang ruht ein Zauber inne.
Und jedem Anfang ruht ein Zauber inne.
Und jedem Anfang ruht ein Zauber inne.
Seit du weg bist,
weiss ich,
wonach ich suchte,
als du da warst. (Frederike Frei)
Schneeglocken läuten den Frühling ein
Und dräut der Winter noch so sehr
Mit trotzigen Gebärden,
und streut er Eis und Schnee umher,
es muss doch Frühling werden. (Em. Geibel)
Soppensee
Frühling, ja du bist's,
dich hab ich vernommen.
Frühling, ja du bist's,
dich hab ich vernommen.
Frühling, ja du bist's,
dich hab ich vernommen.
Frühling, ja du bist's,
dich hab ich vernommen.
Das Leuchten ist geweckt,
die Sehnsucht hat ein Ende,
Zuversicht blüht. (Marie A.H.)
Das Leuchten ist geweckt,
die Sehnsucht hat ein Ende,
Zuversicht blüht. (Marie A.H.)
Jeder Frühlingstag trägt den Zauber eines
Anfangs in sich
Frühling lässt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte,
Süsse, wohlbekannte Dürfte,
Streifen ahnungsvoll das Land....
...Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist's!
Dich hab ich vernommen (E. Mörike)
Foto:unbekannt
Leise zieht durch mein Gemüt
Liebliches Geläute.
Klinge, kleines Frühlingslied
Kling hinaus ins Weite...
....Kling hinaus bis in das Haus,
Wo die Blumen spriessen,
Wenn du eine Rose schaust,
Sag ich lass sie grüssen (H.Heine)
....Kling hinaus bis in das Haus,
Wo die Blumen spriessen,
Wenn du eine Rose schaust,
Sag ich lass sie grüssen (H.Heine)
.... Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
Man weiss nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden .... (L. Uhland)
... Nun armes Herze sei nicht bang,
nun muss sich alles, alles wenden..... (L. Uhland)
... Nun armes Herze sei nicht bang,
nun muss sich alles, alles wenden..... (L. Uhland)
Leise zieht durch mein Gemüt
Liebliches Geläute
Klinge, kleines Frühlingslied,
Kling hinaus ins Weite... (H. Heine)
Leise zieht durch mein Gemüt
Liebliches Geläute
Klinge, kleines Frühlingslied,
Kling hinaus ins Weite... (H. Heine)
.... Noch manches Aug wird heisse Tränen weinen,
Es muss ein andrer Frühling noch erscheinen,
Der diesen Winter von der Erde nimmt. (F. Hebbel)
Bodenberg, Zell
Menzberg
Allmend, Grossdietwil
Ostergau, Willisau
Wenn die Felder sich verdunkeln,
fühl ich, wird mein Auge heller,
schon versucht ein Stern zu funkeln,
und die Grillen wispern schneller... (Richard Dehmel)
Einmal ins Wasser schauen
sich weit vorbeugen
fallen
dann sich schütteln
und lachend davonschlendern (Erica Pedretti)
Wenn die Felder sich verdunkeln,
fühl ich, wird mein Auge heller
schon versucht ein Stern zu funkeln
und die Grillen wispern schneller... (R. Dehmel)
...Blick in die Welt und lerne leben!... (R.A. Schröder)
Der Mond ist aufgegangen,
Die goldnen Sterne prangen
Am Himmel hell und klar,
Der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus den Wiesen steiget
Der weisse Nebel wunderbar ... (M. Claudius)
Der Mond ist aufgegangen,
Die goldnen Sterne prangen
Am Himmel hell und klar,
Der Wald steht schwarz und schweiget,
und aus den Wiesen steiget
Der weisse Nebel wunderbar ... (M. Claudius)
Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort.
Und die Welt hebt an zu singen,
kennst du nur das Zauberwort (J. von Eichendorf)
Die fasnächtliche Seite
Das poetische Tierreich
mit tierisch guten Kürzestgedichten /Feb 23
Es war einmal ein grosser Hai
Der grüsste stets und freundlich «hi»
Ein Delfin schwimmt am Hai vorbei
Schon wieder «hi» - wir kennen uns doch hai ai ai!
Glücklich lebte einst ein Frosch
Den nannten alle nur «de Schorsch»
Doch warum wurde Schorsch so forsch
Der arme Schorsch, der forsche Frosch
Ziegen hat der Wolf gerissen
Schafe auch auf dem Gewissen
Deshalb soll man ihn erschiessen
doch er floh nach Wolfenschiessen
Es lebte einmal eine Ente
Genoss das dolce far niente
Kriegte sogar eine Rente
Doch leider war’s ne Zeitungsente
In einem alten Autobus
Gab jemand- war’s ein Oktopus?
dem Fahrer einen fetten Kuss.
Oktopus im Reisebus? Damit ist endlich Schluss!
Es scheint es trinken manche Adler
Wenn es heiss wird so ein Radler
Doch zum Glück isst so ein Adler
Nicht auch gleich noch fitte Radler
Meine Güte mir wird bange
Sagte sich die Autoschlange
Bin doch jetzt schon viel zu lange
Unterwegs im ersten Gange.
Es lebte einmal eine Gans
Die riefen alle Tiere Hans
Ihr Name aber der war Franz
Und dieser Franz wohnte in Stans
Es war einmal ein Rüsselschwein
Das kam direkt von Brüssel heim
Musste zurück nach Lichtenstein
Konnte nicht EU-Mitglied sein
Es lebte einst ein Bandwurm
Der fand er war zu lang drum
Lag er nur noch faul rum
Das brachte ihn noch ganz um
Es war einmal ein Kakadu
Der war mit Gnu und Känguru
Und allen andern – auch der Kuh
Bereits beim ersten Gruss per du
Es lebte einst ein Krokodil
In einem schönen Wohnmobil
Was diesem Tier enorm gefiel
Nur schöner war es einst im Nil
Kannte einmal eine Katze
Mit einer teuflisch kühnen Fratze
Hob zum Gruss niemals die Tatze
Es war eine Kamikatze
Meinte doch ich sah ein Wiesel
Inmitten Bachgeriesel
Doch leider war es halt ein Esel
Mitten im Bachgeresel
Es lebte mal eine Hyäne
Ass zum Entrée ne Muräne
Zum Hauptgang gab’s dann noch 2 Schwäne
Doch jetzt plagt sie ne Migräne
Ein Rotmilan flog nach Milano
Sprach leider kein Italiano
Flog zurück mit ner Brissago
hoch über Como nach Zurigo
Es war einmal ein hübsches Huhn
Das lebte lang im fernen Thun
Es war die ganze Zeit am Ruhn
Was soll ein Huhn in Thun sonst tun
Es lebte froh eine Gazelle
Ging hin zu einem Bächlein helle
Wen traf sie dort gleich an der Schwelle?
Klar, die launische Forelle.
Der etwas andere Adventskalender
mit Kürzestgeschichten / Dez. 2022
1. Dezember
"In den Himmel? - Dann darf ich Sie bitten in die Reihe zu stehen und ID und Impfausweis bereit zu halten!"
2. Dezember
Sein ganzes Leben sammelte er Briefmarken, doch nun kannte er niemanden mehr, dem er einen Brief hätte schreiben können.
3. Dezember
Nun steht es fest: Der Fehler, welcher Gottvater offensichtlich bei der Erschaffung der Welt unterlief, muss sich am 6. Tag ereignet haben.
4. Dezember
Maria konnte sich einfach nicht mehr erinnern, jemals mit Josef ..... und nun war sie schwanger.
5. Dezember
"Weisst du, warum der Bischof Pfarrer Theodor Meier abberufen hat?"
"Theo log!"
6. Dezember
"Warum bloss haben wir uns aus den Augen verloren? - Wir vertrauten uns doch blind."
Sie wischte sich eine Träne aus den Augen, nahm den weissen Stock und ging. Sie würden sich nie mehr sehen.
7. Dezember
Todmüde warf sich die Schnecke ins Ziel. Sie hatte soeben ihren ersten Marathon beendet, doch niemand glaubte ihr.
8. Dezember
Name? - "Josef und Maria"
"Transportmittel?" - "Boot"
"Und wozu dieser Esel?"
9. Dezember
"Höllisch, schon fast satanisch kalt hier drunten. Wie konntest du es nur unterlassen, genügend Brennholz zu bestellen?" . "Teuflisch teuer!"
10. Dezember
Niemand weinte um sie, nur der Hund jaulte unablässig.
11. Dezember
"Sein ganzes Leben nahm er es mit der Zeit nicht sonderlich genau." - "Und jetzt lässt er uns zwei Stunden warten." - "Hätte mich gewundert, wäre er rechtzeitig zu seiner Beerdigung erschienen."
12. Dezember
"Nur 13 Gault Millau Punkte!" - Der Chef kochte vor Wut.
13. Dezember
"Darf ich mich vorstellen: König, Josef König." - "Freut mich, Kaiser, Josef Kaiser." - Und hier meine Kollegen, Herr und Frau Pabst."
14. Dezember
Alle schauten zu ihr rauf. Dort stand eine Frau am Fensterrand und schaute runter.
15. Dezember
Man beschloss die Produktion von Eintagesfliegen aufgrund des unverhältnismässig grossen Aufwandes einzustellen.
16. Dezember
Noch auf dem Sterbebett beteuerte sie: "Ich werde dich nie vergessen."
17. Dezember
Erdölleck im Fegefeuer! - Temperaturen um den Gefrierpunkt! - Flüchtlingswelle! - Himmel am Anschlag!
18. Dezember
Niemand weinte um sie, nur der Hund jaulte unablässig.
19. Dezember
KATARSTIMMUNG en français
ni fraternité
ni éternité
ni ederlagé
20. Dezember
"Ihr Kinderlein kommet, oh kommet doch all." - Doch wohin mit euch allen?
21. Dezember
Leise rieselte der Schnee von gestern.
22. Dezember
"Was wäre, wenn das Jesuskind ein Mädchen gewesen wäre?", fragte einer der Engel.
23. Dezember
„Warum bloss haben wir uns aus den Augen verloren?“ – „Wir vertrauten uns doch blind!“ Sie wischte sich eine Träne aus den Augen, nahm den weissen Stock und ging. Sie würden sich nie mehr sehen.
24. Dezember
Das Kind legte den Wunschzettel vor das Fenster. Es glaubte schon lange nicht mehr ans Christkind, doch wem sollte ihn Angela geben, sie hatte doch niemanden.
Türen und Fenster /Sept. 2021
Zeitzeugen vergangener Tage
Biodiversität ist in aller Munde, Pflanzen und Tiere sollen in ihrer Vielfalt erhalten bleiben.
Recht so! Doch wer hat schon Alarm geschlagen,
wenn eine weitere einmalige Tür ersetzt wird durch ein Massenprodukt,
mit Dreifachverriegelung, aber charakterlos und einförmig!
Viele der hier abgebildeten Türen und Fenster sind inzwischen Hightechprodukten,
einbruchsicher und dreifachverglast, gewichen. Leider!
Darum sind die Fotos gleichsam ein Plädoyer für etwas mehr
Tür- und Fensterdiversität.
Fotos: Urs Mahnig