- Beim Text "70 Orte - 1 Geschichte" wurden 70 Schweizer Ortschaften in einen bestehenden Text eingebaut. Daraus entstand etwas Geheimnisvolles mit einem ganz besonderem Charme.
- "Unter "Biberist" rezitiert Susanne Meier Richli einige Gedichte.
Jetzt sind sie da, die Kriminalgeschichten rund um den Kriminologen Michael Kletzmer!
Neun Fälle hat Kletzmer bereits bearbeitet und mit seinem untrüglichen Instinkt und seiner einzigartigen Beobachtungsgabe gelöst. Sie erscheinen nun in zwei Bänden. Die rund 200-seitigen, illustrierten Bücher (hier ist der Umschlag abgebildet) kosten je Fr. 20.--. Beim Kauf beider Bücher mit allen 9 Fällen kosten die zwei Fr. 35.-- Bezahlung am besten mit Twint oder EZ (siehe über mich // Bestellungen/Kontakt.
Lunchtime Krimis Band 1
In fünf Fällen erleben wir, wie Michael Kletzmer langsam aber sicher in die Rolle des Kriminologen hineinwächst. In den Fälle 1 bis 5 kommt er einer internationalen Diebesbande auf die Schliche - entdeckt er Unregelmäs-sigkeiten in den Schrebergärten - passiert einiges bei der Auslieferung von Pizzas - nimmt Hobby - Ornithologe eine Auszeit in Schottland.
Es folgen einige Textausschnitte:
Die Hasengang: Wie lange Kletzmer gedankenverloren in ihre dunklen, klaren Augen geschaut hatte, wusste er nicht mehr. Auf jeden Fall meinte sie plötzlich etwas ungeduldig: „Öb Sie ou e Supercard hend, müessti no wüsse und Märkli nehmed sie ou? – Jo, sie meini! - Es hed nämlech no ne ganzi Kolonne Lüt, wo wettid zahle.“ Hätte er nur im Erdboden verschwinden können! Mühsam kramte er seine Kreditkarte hervor und nein, eine Supercard habe er keine, schob die Karte rein, wieder raus, drehte sie auf die richtige Seite - Hatte sich eben ihr Mund zu einem Lächeln verzogen? – machte sich daran den Code einzugeben - sie musterte ihn vergnügt - gab die 64 ein, löschte den Code, gab nochmals die 64 ein – oder war es doch die 46? - Das Blackout war komplett, der Code liess sich nicht rekonstruieren, er war aus seinem Gehirn gelöscht, überschrieben, deleted, was auch immer. Er stotterte irgendwas von gesperrter Karte, weshalb er lieber bar bezahlen würde. „De nähmed sie doch ihri Karte wieder use, sösch bliebt sie no ligge!
Sie blieb nicht liegen, dafür – oh Schreck – ausgerechnet das Plüschtier für sein Patenkind, welches er morgen Sonntag mit einem Besuch überraschen wollte. Doch das sollte er erst zuhause merken.
Moorsträggele: Moorsträggele treiben in den Tiefen der Ostergauer Moorlandschaft ihr Unwesen, verdammt zu rumoren und zu sirachen. Im dampfenden Moor darben die garstigen Gesellen mit ihren unergründlichen Holzfratzen, halb Mensch, halb Ziege. Mit behäbigen Stöcken, auf zwei, manchmal auf vier Beinen bewegen sie sich unbeholfen vorwärts – tanzend, hüpfend, rennend und hopsend.
lachend und grinsend zugleich
gutmütig und schauderhaft
unergründlich und anziehend
abgrundtief und verlockend
beängstigend und einnehmend
In den morastigen Tiefen der Ostergauer Weiher müssen sie für begangene Untaten büssen. Nur einmal pro Jahr gelingt ihnen der Schritt in die Freiheit: An der Willisauer Fasnacht. Die Fasnacht sozusagen als Befreiungsschlag, ging dem Kriminologen durch den Kopf. Doch wehe, ein schönes Mädchen erliegt während der närrischen Tage den rätselhaften Verlockungen einer Ostergauer Sträggele. Ihr wird das Schicksal der Moorgeister ereilen, welche ein weiteres Jahr im grauslichen Moor schmachten, um frühestens nach einem Jahr ihre Freiheit für wenige Tage wiederzuerlangen.
Pizzaconnection: Auf dem Heimweg gab’s viel zu erzählen. Tom, Larissas Teddybär, fiel die Stiege runter und brach sich unglücklicherweise zwei Rippen, „Wir liessen ihn darum daheim, wegen der Schmerzen und dem Verband.“
Ursina hatte zwei Milchzähne verloren „und der dritte wackelt auch schon ganz gewaltig.“ Tante Ruths Schinkenbananen waren viel zu trocken, dafür gab’s gleich zweimal Pommes Frites. „Und gestern konnten wir fast nicht einschlafen.“ „Ein bisschen Heimweh nach den Eltern gehört halt dazu“, meinte ihr Vater. Nein doch, ohne Eltern liess es sich einige Tage ganz gut leben! Tante Ruth allein traf nämlich die Schuld! „Zu hundert Prozent“, ergänzte Ursina.
Sie erzählte die Geschichte vom kleinen Schnudeldudel und ihrem Freund, dem Schnideldödel, die beide in einem winzigen schwudeldadel Häuschen in Dadelschwadlingen wohnten, wo sie besonders bei Nacht die Bewohner in Angst und Schrecken versetzten, so echt – Ursina kriegte fast keine Luft mehr, Larissa fuhr fort – so echt, dass wir beim leisesten Geräusch meinten, Schnudeldudel und Schnideldödel hätten sich in unser Zimmer geschlichen. „Und wie die aussahen, auf der Nase ein riesen, ein riesengrosses…!“
Lunchtime Krimis Band 2
In den Fällen sechs und sieben kriegt es Kletzmer mit Golfspielern zu tun. Mord oder Unfall? Diese Frage stellt sich Kletzmer gleich zweimal. Im achten Fall verschwinden plötzlich Insignien von Aposteln in der Willisauer Pfarrkirche. Tragisch endet der neunte Fall, wenn die Kinder beim Spielen nicht nur vom herein-brechenden Unwetter überrascht werden.--
Es folgen einige Textausschnitte:
Heiliges Blut / 1: Kletzmer schaute sich um, doch da war tatsächlich kein Sebastian im Lendenschurz. Dieser Heilige mit dem perfekten Bodymassindex war zwar kein Apostel, trotzdem gehörte er zu Kletzmers liebsten Heiligen. Und da war er beileibe nicht allein. Doch hätte er wohl oder übel die Heilig-Blut-Kirche aufsuchen müssen, was bei diesem Wetter keine bestechende Idee gewesen wäre. Der bartlose Mann mit seinem sanft ergebenen Ausdruck und den Lippen, welche sich zu einem Gebet leicht zu öffnen scheinen, der Märtyrer, den mindestens 10 Pfeile durchbohrten, verstand es wie kein zweiter, das Leiden zu überhöhen. Kein Wunder, dass er zum Beschützer von Soldaten und Bogenschützen und zu so etwas wie dem Liebling unter den Heiligen avancierte.
Heiliges Blut / 2: «Ich muss ihnen unbedingt was zeigen.» Der Sigrist öffnete die Seitentür, Kletzmer trat ein.
Am Boden lagen einige mit goldener Farbe angemalte Bretter. Kletzmer schaute instinktiv zu den Aposteln hoch.
«Andreas ist sein Kreuz abhandengekommen», stellte er trocken fest.
«Tatsächlich, der hält nichts mehr in seiner Hand», meinte ein erstaunter Sigrist.
Kletzmer ging in die Knie und legte die Bretter so hin, dass wieder ein X entstand, ein Andreaskreuz, denn der Apostel wollte nicht so wie Jesus ans Kreuz geschlagen werden.
Die beiden schauten einander lange wortlos an.
Der Sigrist brach das Schweigen: «Beginnt dies nun wieder von vorn?»
«Oder wäre das der nächste misslungene Streich der Aktivisten gewesen? Das Kreuz scheint auf jeden Fall angesägt.»
«Vielleicht war es auch reiner Zufall», der Sigrist hob unentschlossen die Schultern.
Das «X», die grosse Unbekannte», sinnierte Kletzmer. War’s einfach ein Ermüdungsbruch? Spielte ein Holzkäfer Schicksal? Vielleicht, ja vielleicht wollte sich Andreas nach über 2000 Jahren schlichtweg seines Kreuzes entledigen, um nicht mehr nur als Märtyreropfer, sondern als Mensch wahrgenommen zu werden. Vorsehung oder Roulette, Zufall oder Plan, Schach oder Würfelspiel? Wer wüsste schon so genau, was der Himmel noch alles parat hielt, sofern es ihn denn auch wirklich gab.
Versteckis: Die Blitze wurden intensiver, die schwarzen Wolken türmten sich bedrohlich auf und verdunkelten den Himmel. Der Wind hatte eingesetzt. Die ersten Regentropfen fielen. Ein nächster Blitz, unmittelbar darauf ein Donnerschlag, als ob der Fritschivater persönlich mit dem Urknall die Luzerner Fasnacht eröffnet hätte.
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